Studieren weltweit


Sie interessieren sich für ein Auslandsstudium in Asien, Australien, Nord- oder Südamerika? Dann bewerben Sie sich für einen Platz an einer Partneruniversität der Abteilung Rechtswissenschaft oder für ein uniweites Programm. Das Akademische Auslandsamt (AAA) berät Sie gerne bei Wahl der Gastuniversität und Ihrer Bewerbung. Folgende Hinweise speziell zum Jura-Studium sollten Sie allerdings beachten:


Der richtige Zeitpunkt

Die empfohlene Dauer

Wahl der richtigen Partneruniversität

Erhalt der Abschichtung (LJPA)

Bewerbung Frist & Sprachkenntnisse

Beurlaubung

Anrechnung


Der richtige Zeitpunkt

Ein Auslandsaufenthalt ist grundsätzlich erst dann sinnvoll, wenn man über ausreichende Kenntnisse der eigenen Rechtsordnung verfügt.

Für Studierende des Bachelorstudiengangs Unternehmensjurist/in Universität Mannheim (LL.B.) gilt, dass die Module Zivilrecht 1 und 2, Öffentliches Wirtschaftsrecht sowie alle Module im Bereich Wirtschaftswissenschaften bestanden sein müssen.

Dementsprechend ist ein Auslandsaufenthalt im 5. und 6. Fachsemester empfehlenswert. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es zu anderen Zeitpunkten zu terminlichen Überschneidungen oder zu Problemen mit dem Erhalt der Abschichtungsmöglichkeit kommen kann.

 

Die empfohlene Dauer

Die empfohlene Dauer des Auslandsaufenthalts beträgt zwei Semester (HWS und FSS). Sollte von dieser Dauer abgewichen werden, kann die Abschichtungsmöglichkeit verloren gehen. Bitte achten Sie daher bei der Wahl der Gastuniversität darauf, dass ein zweisemestriger Aufenthalt möglich ist. Dies ist nicht bei allen uniweiten Kooperationen und somit den in der Partnerunidatenbank des AAA aufgeführten Universitäten möglich.


Wahl der richtigen Gastuniversität

Eine Auflistung aller Partneruniversitäten finden Sie in der Datenbank des Akademischen Auslandsamts. Bitte informieren Sie sich speziell bei den Landesprogrammen darüber, dass die teilnehmenden Universitäten auch jurisitische Kurse in ausreichendem Umfang anbieten.

 

Erhalt der Abschichtung (LJPA)

Um die Abschichtung nicht zu verlieren, müssen Sie die Vorgaben des LJPA zum Auslandsstudium beachten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Auslandaufenthalt beim LJPA über die aktuellen Anforderungen.

Kurz zusammengefasst bestehen folgende Voraussetzungen zum Erhalt der Abschichtungsmöglichkeit:

  •  Immatrikulation an einer Universität im Ausland
  • Beurlaubung durch die Universität im Inland
  • Rechtswissenschaftliches Studium im Ausland (Voraussetzung eines rechtswissenschaftlichen Studiums ist grundsätzlich, dass Sie an einer juristischen Fakultät eingeschrieben sind und an der Fakultät Kurse belegen. Ist dies nicht der Fall, müssen die Lehrveranstaltungen rechtswissenschaftlichen Inhalt haben.)
  • Besuch von Lehrveranstaltungen im ausländischen Recht je Semester im Umfang von mindestens 8 SWS oder 30 ECTS. (Bei Trimestern müssen die 60 ECTS gleichmäßig verteilt sein.)
  • Zusätzlich muss mindestens ein Leistungsnachweis im ausländischen Recht pro Semester vorgelegt werden. Dafür ist die Ablegung einer Prüfung erforderlich, die auch bestanden wird. Als Leistungsnachweise werden Klausuren, Hausarbeiten, schriftlich ausgearbeitete Referate und häufig mündliche Prüfungen anerkannt.

Die Abschichtungsmöglichkeit bleibt bestehen, wenn die Teilnahme an den Staatsexamensprüfungen nach ununterbrochenem rechtswissenschaftlichem Studium spätestens nach sechs Semestern erfolgt. Bei der Berechnung der Semesterzahl bleiben, bei Vorliegen der o.g. Voraussetzungen, die Semester eines rechtswissenschaftlichen Auslandsstudiums unberücksichtigt.

Das LJPA fordert während Ihres Auslandsaufenthalts 30 ECTS oder 8 SWS pro Semester. An Universitäten in Übersee werden meist keine ECTS vergeben. Informieren Sie sich daher frühzeitig bezüglich der Umrechnung von Credits, Units o.ä. in ECTS und sprechen Sie dies ggf. bereits vor Ihrem Auslandsaufenthalt mit dem LJPA  ab.  Somit vermeiden Sie Schwierigkeiten beim Erhalt der Abschichtung nach Ihrem Auslandsaufenthalt.

Den Erhalt der Abschichtung müssen Sie  sofort nach Rückkehr aus dem Ausland beantragen. Einen Vordruck finden Sie auf der Seite des LJPA sowie weitere Informationen im Merkblatt  (vgl. Vorgaben des LJPA zum Auslandsstudium).

Wichtig ist, dass Sie die Nachweise, die Sie beim LJPA zusammen mit dem Vordruck einreichen müssen, insbesondere die Modulbeschreibungen gut aufbewahren. Diese Unterlagen benötigen Sie außerdem für den Antrag auf Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen.


Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt über das Akademische Auslandsamt (AAA). Informieren Sie sich daher bitte rechtzeitig über die Internetseite des Akademischen Auslandsamts über das aktuelle Bewerbungsverfahren und die erforderlichen Unterlagen. Außerdem führt das AAA regelmäßig Einführungsveranstaltungen zum Thema Auslandsstudium durch, wo Sie wichtige Informationen zur Planung eines Auslandsaufenthalts erhalten. Das AAA stellt Bewerbungsanleitungen für die Region Übersee Nord (USA, Kanada, Asien, Mexiko) und die Region Übersee Süd (Australien, Japan, Südamerika) zur Verfügung, welche wichtige Informationen zur Bewerbung zusammenfassen. Sollte es dennoch einmal Fragen geben, erkundigen Sie sich direkt beim AAA. 

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist für einen Aufenthalt in der Region Übersee Nord (USA, Kanada, Asien, Mexiko) endet i.d.R. am 30. September. Sie bewerben sich also im 3. Semester für einen Aufenthalt im 5. und 6. Semester.

Die Bewerbungsfrist für einen Aufenthalt in der Region Übersee Süd (Australien, Japan, Südamerika) endet i.d.R. am 30. April. Beachten Sie bitte, dass Sie sich bereits im 2. Semester für einen Aufenthalt im 4. und 5. Semester bewerben müssen. Wir empfehlen Ihnen allerdings einen Aufenthalt im 5. und 6. Semester. Bei einem Aufenthalt in Übersee Süd kann es also zu Überschneidungen mit dem vorgesehenen Studienverlaufsplan kommen. Sollten Sie dennoch an einem Aufenthalt interessiert sein, nehmen Sie frühzeitig mit uns Kontakt auf.

Die aktuellen Bewerbungsfristen finden Sie auf der Seite des AAA.

Sprachkenntnisse

Empfohlen werden fortgeschrittene Kenntnisse in der Landes- und vor allem der Unterrichtssprache, um den Lehrveranstaltungen von Beginn an ohne größere Probleme folgen zu können. Sie wissen nicht, welches Niveau Sie in Ihren Fremdsprachen haben? Eine Orientierungshilfe bietet der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für Sprachen.

Um erfolgreich im Ausland zu studieren und Prüfungsleistungen zu erbringen, empfiehlt das Akademische Auslandsamt die Beherrschung des Niveaus B2 oder des C-Niveaus GER. Die formellen Anforderungen der ausländischen Universitäten können hiervon abweichen. Insbesondere im englischsprachigen Bereich können die Anforderungen teilweise strenger sein, z.B. indem mindestens das C1-Niveau oder spezifische Sprachtests wie TOEFL oder IELTS gefordert werden. Informieren Sie sich daher in der Partnerunidatenbank bezüglich der geforderten Sprachnachweise.

An einigen Partneruniversitäten ist die Unterrichtssprache Englisch. In diesen Fällen sind Kenntnisse in der Unterrichtssprache erforderlich, Grundkenntnisse in der Landessprache werden empfohlen. An anderen Universitäten wird hauptsächlich in der Landessprache unterrichtet, Kenntnisse der Landessprache sind dann Vorrausetzung für eine Bewerbung. Welche Sprachnachweise Sie mitbringen müssen, finden Sie in der Partnerunidatenbank.


Beurlaubung

Studierende, die sich ihre Abschichtung erhalten möchten, müssen sich gemäß den Vorgaben vom LJPA für einen Auslandsaufenthalt beurlauben lassen. Während Ihrer Beurlaubung können Sie keine Prüfungen in Mannheim ablegen. Sollten Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an.

Weitere Informationen zum Thema Beurlaubung sowie den Antrag erhalten Sie beim Studienbüro.


Anrechnung

Die Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen ist nur möglich, wenn eine Gleichwertigkeit mit den geforderten Kompetenzen in Mannheim besteht. Die Gefahr ist, dass die Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen dazu führt, dass Sie die entsprechenden Kenntnisse im deutschen Recht nicht erwerben. Dies ist im Hinblick auf das Staatsexamen nicht empfehlenswert.

Studierende, die ab dem Herbst-/Wintersemester 2015 im Rahmen eines universitären Austauschprogrammes ins Ausland gehen, können Sich die im Ausland geplanten Kurse vorab genehmigen lassen. Die genehmigten Kurse können nach Rückkehr in Mannheim angerechnet werden. Das Hinweisblatt  sowie den Genehmigungsantrag finden Sie hier.

Studierende, die vor dem Herbst-/Wintersemester 2015 Kurse im Ausland erbracht haben, können Sie sich im Nachhinein anrechnen lassen. Das Hinweisblatt zur Anrechnung von im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen sowie den Antrag auf Anrechnung finden Sie hier.

Eine Anrechnung bzw. Genehmigung kann nur erfolgen, wenn die geforderten Nachweise vollständig vorliegen. Bewahren Sie deshalb die Unterlagen insbesondere die Modulbeschreibungen auf bzw. speichern Sie die Daten in geeignter Form ab.

Nach der Rückkehr prüfen wir Ihre Unterlagen, rechnen die Noten um und leiten dann im Folgenden die Anrechnung durch den Prüfungauschuss ein. Sie erhalten anschließend die Originale zurück und das Studienbüro erhält eine Kopie. Ausländische Noten werden an der Universität Mannheim auf der Basis dieser Umrechnungstabellen in Verbindung mit § 18 SPUMA anerkannt. Die Eintragung Ihrer Leistungen kann bis zu vier Wochen betragen, wir bitten Sie daher von Nachfragen beim Studienbüro abzusehen.