Mit dem ERASMUS-Programm nach Europa

Sie interessieren sich für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen Ihres Studiums in Europa? Dann ist das ERASMUS-Programm genau das Richtige für Sie! Die Abteilung Rechtswissenschaft verfügt über mehr als 40 Partnerschaften in Europa. Informieren Sie sich auf unserer Seite über den besten Zeitpunkt Ihres Aufenthalts, unsere Partneruniversitäten und das Bewerbungsverfahren.


Der richtige Zeitpunkt

Die empfohlene Dauer

Erhalt der Abschichtung (LJPA)

Finanzierung

Partneruniversitäten

Bewerbung − Frist & Sprachkenntnisse

Learning Agreement Lernvereinbarung

Beurlaubung

Anrechnung


Der richtige Zeitpunkt

Grundsätzlich wird ein Auslandsaufenthalt während des LL.B.-Studiums empfohlen! Wenn Sie dennoch während des Aufbaustudium Staatsexamen ins Ausland gehen wollen, ist der beste Zeitpunkt während der ersten beiden Semester des Studiengangs, also direkt im Anschluss an den LL.B.. Dies kann jedoch zu Zeitkonflikten führen, da die Klausuren des zivilrechltichen Staatsexamens in der Regel im Semester liegen, so dass Sie die ersten Veranstaltungstermine an der ausländischen Hochschule möglicherweise verpassen. Diesbezüglich müssen Sie sich selbst an der jeweiligen Partneruniversität erkundigen.


Die empfohlene Dauer

Die empfohlene Dauer des Auslandsaufenthalts beträgt zwei Semester (HWS und FSS). Sollten Sie schon im Bachelor LL.B. Unternehmensjurist/in im Ausland gewesen sein, können Sie nur noch ein weiteres Semester im Ausland verbringen, da Sie sonst die Abschichtung verlieren könnten.

 

Erhalt der Abschichtung (LJPA)

Um die Abschichtung nicht zu verlieren, müssen Sie die Vorgaben des LJPA zum Auslandsstudium beachten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Auslandaufenthalt beim LJPA über die aktuellen Anforderungen.

Kurz zusammengefasst bestehen folgende Voraussetzungen zum Erhalt der Abschichtungsmöglichkeit:

  •  Immatrikulation an einer Universität im Ausland
  • Beurlaubung durch die Universität im Inland
  • Rechtswissenschaftliches Studium im Ausland (Voraussetzung eines rechtswissenschaftlichen Studiums ist grundsätzlich, dass Sie an einer juristischen Fakultät eingeschrieben sind und an der Fakultät Kurse belegen. Ist dies nicht der Fall, müssen die Lehrveranstaltungen rechtswissenschaftlichen Inhalt haben.)
  • Besuch von Lehrveranstaltungen im ausländischen Recht je Semester im Umfang von mindestens 8 SWS oder 30 ECTS. (Bei Trimestern müssen die 60 ECTS gleichmäßig verteilt sein.)
  • Zusätzlich muss mindestens ein Leistungsnachweis im ausländischen Recht pro Semester vorgelegt werden. Dafür ist die Ablegung einer Prüfung erforderlich, die auch bestanden wird. Als Leistungsnachweise werden Klausuren, Hausarbeiten, schriftliche Referate und ausnahmsweise mündliche Prüfungen anerkannt.

Die Abschichtungsmöglichkeit bleibt bestehen, wenn die Teilnahme an den Staatsexamensprüfungen nach ununterbrochenem rechtswissenschaftlichem Studium spätestens nach sechs Semestern erfolgt. Bei der Berechnung der Semesterzahl bleiben, bei Vorliegen der o.g. Voraussetzungen, die Semester eines rechtswissenschaftlichen Auslandsstudiums unberücksichtigt.

Den Erhalt der Abschichtung müssen Sie  sofort nach Rückkehr aus dem Ausland beantragen. Einen Vordruck finden Sie auf der Seite des LJPA sowie weitere Informationen im Merkblatt  (vgl. Vorgaben des LJPA zum Auslandsstudium).

Wichtig ist, dass Sie die Nachweise, die Sie beim LJPA zusammen mit dem Vordruck einreichen müssen, insbesondere die Modulbeschreibungen gut aufbewahren. Diese Unterlagen benötigen Sie auch für den Antrag auf Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen.


Finanzierung

Das ERASMUS-Programm bietet zur finanziellen Unterstützung der Studierenden einen so genannten „Mobilitätszuschuss“, der helfen soll, die auslandsbedingten Mehrkosten zu decken. Die Höhe des Mobilitätszuschusses beläuft sich auf einen Betrag von ca. 100-150 Euro pro Monat. Die Grundfinanzierung Ihres Auslandsaufenthalts sollten Sie vor Ihrem Auslandsaufenthalt sicherstellen! Auf der Internetseite des Akademischen Auslandsamts (AAA) findet sich eine Auflistung weiterer Finanzierungsmöglichkeiten, wie Auslands-Bafög und Stipendien.

 

Partneruniversitäten

Die Abteilung Rechtswissenschaft hat zurzeit Partneruniversitäten in ca. 15 Mitgliedsstaaten der EU. Mit Hilfe der Datenbank des Akademischen Auslandsamts finden Sie die für Sie in Frage kommende Universität, indem Sie in den Filter Ihre Suchkriterien eintragen. Sie können sich in der Partnerdatenbank Informationen zur Unterrichtssprache, zu den Partneruniversitäten und Erfahrungsberichte Ihrer potentiellen Vorgänger anzeigen lassen.


 

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt über das Akademische Auslandsamt (AAA). Informieren Sie sich daher bitte rechtzeitig über die Internetseite des Akademischen Auslandsamts über das aktuelle Bewerbungsverfahren und die erforderlichen Unterlagen. Außerdem führt das AAA regelmäßig Einführungsveranstaltungen zum Thema Auslandsstudium durch, wo Sie wichtige Informationen zur Planung eines Auslandsaufenthalts erhalten. Oder nutzen Sie die Bewerbungsanleitung, welche wichtige Informationen zur Bewerbung zusammenfasst. Sollte es dennoch einmal Fragen geben, erkundigen Sie sich direkt beim AAA

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist für einen ERASMUS-Aufenthalt ist i.d.R. der 31. Januar für das darauffolgende akademische Jahr. Dieser Bewerbungstermin bezieht sich sowohl auf Aufenthalte im Herbst- als auch im Sommersemester eines akademischen Jahres.

Sprachkenntnisse

Empfohlen werden fortgeschrittene Kenntnisse in der Landes- und vor allem der Unterrichtssprache, um den Lehrveranstaltungen von Beginn an ohne größere Probleme folgen zu können. Sie wissen nicht, welches Niveau Sie in Ihren Fremdsprachen haben? Eine Orientierungshilfe bietet der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für Sprachen.

Um erfolgreich im Ausland zu studieren und Prüfungsleistungen zu erbringen, empfiehlt das Akademische Auslandsamt die Beherrschung des Niveaus B2 oder des C-Niveaus GER. Die formellen Anforderungen der ausländischen Universitäten können hiervon abweichen. Insbesondere im englischsprachigen Bereich können die Anforderungen teilweise strenger sein, z.B. indem mindestens das C1-Niveau oder spezifische Sprachtests wie TOEFL oder IELTS gefordert werden. Informieren Sie sich daher in der Partnerunidatenbank bezüglich der geforderten Sprachnachweise.

An vielen Partneruniversitäten z.B. in Skandinavien, Ost- und Westeuropa, ist die Unterrichtssprache Englisch. In diesen Fällen sind in der Regel nur Kenntnisse in der Unterrichtssprache erforderlich, Grundkenntnisse in der Landessprache werden meist nicht verlangt, jedoch empfohlen.


Learning Agreement − Lernvereinbarung

Zur Festsetzung der Kurswahl ist ein so genanntes „Learning Agreement“ (LA) abzuschließen, in welchem die geplanten Kurse vermerkt und durch das Büro für Auslandskoordination bestätigt werden. Für das ERASMUS-Programm ist dieses ECTS- oder ERASMUS-Learning Agreement zwingend erforderlich.

Nach Ihrer Platzzusage informieren Sie sich an Ihrer Partneruniversität über die angebotenen Kurse und wählen daraus entsprechend den Vorgaben vom LJPA  aus.

Füllen Sie das Learning Agreement aus und lassen Sie es sich von Ihrem Auslandskoordinator an Ihrer Heimatuniversität sowie Ihrer Gastuniversität unterzeichnen. Sollten sich vor Ort noch Änderungen bei Ihrer Kurswahl ergeben, teilen Sie uns diese Änderungen bis vier Wochen nach Semesterbeginn an Ihrer Gastuniversität mit.

Nähere Informationen zu diesem Vorgang erhalten alle ERASMUS-Studierenden zum gegebenen Zeitpunkt noch einmal vom Akademischen Auslandsamt, insbesondere über das Portal "MyUniMa".


Beurlaubung

Studierende, die sich ihre Abschichtung erhalten möchten, müssen sich gemäß den Vorgaben vom LJPA für einen Auslandsaufenthalt beurlauben lassen. Während Ihrer Beurlaubung können Sie keine Prüfungen in Mannheim ablegen. Sollten Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an.

Weitere Informationen zum Thema Beurlaubung sowie den Antrag erhalten Sie beim Studienbüro.


Anrechnung

Die Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen ist nur möglich, wenn eine Gleichwertigkeit mit den geforderten Kompetenzen in Mannheim besteht. Die Gefahr ist, dass die Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen dazu führt, dass Sie die entsprechenden Kenntnisse im deutschen Recht nicht erwerben. Dies ist im Hinblick auf das Staatsexamen nicht empfehlenswert.

Studierende, die ab dem Herbst-/Wintersemester 2015 im Rahmen eines universitären Austauschprogrammes ins Ausland gehen, können Sich die im Ausland geplanten Kurse vorab genehmigen lassen. Die genehmigten Kurse können nach Rückkehr in Mannheim angerechnet werden. Das Hinweisblatt  sowie den Genehmigungsantrag finden Sie hier.

Studierende, die vor dem Herbst-/Wintersemester 2015 Kurse im Ausland erbracht haben, können Sie sich im Nachhinein anrechnen lassen. Das Hinweisblatt zur Anrechnung von im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen sowie den Antrag auf Anrechnung finden Sie hier.

Eine Anrechnung bzw. Genehmigung kann nur erfolgen, wenn die geforderten Nachweise vollständig vorliegen. Bewahren Sie deshalb die Unterlagen insbesondere die Modulbeschreibungen auf bzw. speichern Sie die Daten in geeignter Form ab.

Nach der Rückkehr prüfen wir Ihre Unterlagen, rechnen die Noten um und leiten dann im Folgenden die Anrechnung durch den Prüfungauschuss ein. Sie erhalten anschließend die Originale zurück und das Studienbüro erhält eine Kopie. Ausländische Noten werden an der Universität Mannheim auf der Basis dieser Umrechnungstabellen in Verbindung mit § 18 SPUMA anerkannt. Die Eintragung Ihrer Leistungen kann bis zu vier Wochen betragen, wir bitten Sie daher von Nachfragen beim Studienbüro abzusehen.